ARBEITSSCHWERPUNKTE

Kerstin Faber studierte Architektur in Dessau und Fort Lauderdale (USA) bis 2002 und war anschließend Projektentwicklerin für die IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt. Die Internationale Bauausstellung (IBA) setzte sich in Sachsen-Anhalt mit der Gestaltung von 19 schrumpfenden Klein- und Mittelstädten auseinander. Im Jahr 2010 kuratierte sie gemeinsam mit dem Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, die Abschlussausstellung der Internationalen Bauausstellung (IBA) im Bauhaus Dessau. 2010 gewann die IBA den City to City Barcelona FAD Award.

Ab 2011 war sie Dozentin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Fachbereich Internationaler Städtebau. Im Rahmen dessen organisierte sie gemeinsam mit dem Architekturtheoretiker Florian Dreher die internationale Konferenz "New Babylon. Architecture and Urbanism after Crisis". Anlass waren die Konsequenzen der Finanzkrise auf die Entwicklung von Stadt und Architektur sowie die Frage nach Alternativen jenseits von Spekulationen um das "Betongold".

Seit 2014 ist sie Projektleiterin der IBA Thüringen. Die IBA Thüringen macht das STADTLAND zu ihrem Thema. Die Beziehung von Stadt und Land wird anhand von modellhaften Projektentwicklungen genauso qualifiziert wie die Gestaltung des Wandels im peripheren ländlichen Raum. Bis 2023 werden so beispielhafte Projekte u.a. zu den Themen Land(wirt)schaft, Migration, Mobilität, Baukultur und Versorgung in Thüringen entwickelt.

Kerstin Faber ist Autorin zahlreicher Artikel und u.a. Mitherausgeberin der Publikation "Raumpioniere in ländlichen Regionen" gemeinsam mit Philipp Oswalt (Spector Books, Leipzig 2013) sowie Gastredakteurin des Architekturmagazins "Stadtland. Der neue Rurbanismus" (Arch+, Berlin 2017) gemeinsam mit der Geschäftsführerin der IBA Thüringen, Marta Doehler-Behzadi. Im Jahr 2018 erscheint der Reader "New Babylon" mit Beiträgen aus der Konferenz und einer Reflektion auf die Stadtentwicklung nach der Finanzkrise vor 10 Jahren.